Die Süsse des stillen Seins

Eine Woche Stille – Silence Retreat 

Als meine Schwägerin mir letztes Jahr von diesem Silence Retreat berichtete und von allem schwärmte, von den Lehrern, dem Essen, dem Ort, dem herzöffnenden Prozess, war für mich klar, da möchte ich hin.

Trotz der herausfordernden Umstände dieses Jahr, war für mich immer klar, dass das Retreat im September im Piemont stattfinden wird. Und so war es auch.

  • Doch was passiert in der Stille?
  • Wie gehe ich damit um?
  • Wie laut werden meine Gedanken sein?
  • Wie reagiert mein Körper?

Mit all diesen Fragen liess ich mich ein, auf dieses innere, leise Abenteuer.

Ab in die Stille

Am ersten Abend, nach einer kurzen Begrüssung und viel Organisatorischem (die Verhaltensregeln wegen COVID19 waren sehr streng), wurde der Gong geschlagen, was die siebentägige Stille einläutete. Ich war euphorisch, freudig gespannt und bereit.

Serenity – I am quite happy with myself

Die ersten Tage waren heiter, leicht, beschwingt. Ich war erstaunt, wie leicht es mir fiel zu schweigen und wie viel Positives dieses Schweigen hatte. Keine Ablenkung, viel weniger Wertung im Aussen, freundliche Blicke, positiv Vibes, ein Essen, dass mich immer wieder zu Tränen rührte und so viel Dankbarkeit, für das Leben, die Fülle, das Sein, die Gesundheit und für diese Erfahrung im jetzt. 

Sein

Weit ab vom Trubel des Alltags mit einer fünfköpfigen Familie, Hausbau, Job als Tierärztin und Selbständigkeit als intuitiver Coach – einfach nur sein, stellte sich eine Art Glückseligkeit ein.

Die Ernüchterung

Die Nächte beziehungsweise Träume wurden intensiver, der Schlaf unregelmässiger und nach einer solchen unruhigen Nacht war morgens plötzlich nichts mehr mit Heiterkeit – ich hatte schlechte Laune und zwar so richtig, Ich begann alles in Frage zu stellen, zu werten, zu vergleichen und fand das Retreat natürlich auch plötzlich so doof, meditieren zu langweilig. Ich hatte tausend Ausreden, wieso das hier jetzt eine total schlechte Idee war und wieviel tausend Dinge ich in dieser Zeit hätte erledigen können. 

Spannend. Ich sass fest, in meinen Gedanken und die waren nicht mehr so heiter wie die ersten Tage, im Gegenteil. 

Herzkohärenz

Was dann passierte war der inspirational Talk von Tijn Toubers. Er erzählte uns von der Herzkohärenz. Und um diese herzustellen, sollten wir uns einfach vorstellen, durch unser Herz zu atmen und an Situationen denken, die uns glücklich machen. 

Bäm. So simpel und doch so kraftvoll. Dieser kleine Hinweis und die darauf folgende Meditation, haben mich diese 30 cm (bei meiner Grösse wohl weniger;) vom Verstand wieder ins Herz gebracht, in die Dankbarkeit, in die Freude und in die Liebe fürs Leben. 

Ich habe geweint, Tränen des Glücks, Tränen der Dankbarkeit und Tränen des Seins.

Raum für Ideen

Danach sprudelten die Ideen. Wir waren angehalten, nicht zu viel zu schreiben, um nicht in eine Arbeitseifer zu verfallen. Was mir bei dieser Flut von Inspirationen doch schwer viel, aber genau das Richtige war.

Erst in dieser Stille, dieser Pause von allem, diesem Innehalten, diesem süssen Nichtstun entstand dieser Raum für Neues. Neues, das nicht aus dem Ego, oder dem Müssen kam, sondern aus einer Art Einladung aus dem Universum.

Lebensliebe

Aus der Stille und dieser Liebe fürs Leben ist Lebensliebe entstanden, ein viermonatiger Kurs. Das ist nur ein Teil der Impulsen, denen ich in den nächsten Monaten folgen werde und die ich von Herzen gerne mit dir teile.

Demut fürs Leben

Dieses Erlebnis hat mich wie von neuem, auf einer tieferen Ebene mit mir Selbst und dem Leben verbunden.  Es lässt mich mit einer Mischung aus freudiger Dankbarkeit und gleichzeitiger Demut für das Leben weiter ziehen.

Dr. Barbara Elisabeth Bryce

Dieser Blog Beitrag ist im Rahmen der Flaminga-Blogparade 2020 entstanden. Die Flamingas, das sind zauberhafte, intuitive Unternehmerinnen, die sich gegenseitig unterstützen und sich unter der Leitung von Denise Antoinette Sonderegger – das Businessmedium regelmässig online treffen und austauschen. 

In der Blogparade machen 26 engagierte Unternehmerinnen mit und veröffentlichen während 26 Tagen einen Beitrag zum Thema: Pause machen. Die Beiträge sind so farbenfroh und bunt schimmernd wie die Unternehmerinnen selbst, lass dich inspirieren! 

Die Blogparade wurde initiiert und gestartet von Susanne Kistenmacher – Clever pausiert und konzentriert – so kommst du in den Flow. 

Meine Vorgängerin, Bernadette Behrens – Mit Pausen zur Höchstleistung beschreibt das Leben von Marlie. 

Und nach mir kommt Danai Krüger mit dem Thema: Nobbi und die Pause .

Schau rein und lass dich zum Pause machen inspirieren.